Inhalt und Story des Films

Fünf Männer aus München bilden ein skurriles Ensemble, das alle Klischees bedient, die es je über Männer gegeben hat. Alle Charaktere haben eines gemeinsam: sie sind sympathisch. Sie sind so sympathisch, das man ihnen als Zuschauer nichts anderes wünscht, als dass die Idee – so fremd sie auch ist – irgendwie funktioniert. Die Darsteller sind in ihrer Hilflosigkeit und in ihrer Perspektivlosigkeit so überzeugend, dass man als Zuschauer sogar geneigt ist, an die Geschäftsidee zu glauben.

Frank, Gy, Olli, Lasse und Giselherr überzeugen, weil sie authentisch sind; ganz normale Männer mit ganz normalen, alltäglichen Problemen. Sie sehnen sich nach Geld, Arbeit und einem spannenden Liebesleben.
Dabei haben alle Fünf bisher ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Frauen gesammelt. Frank, promovierter Germanist, bedient das Klischee des arbeitslosen Geisteswissenschaftlers. Er war mal Zeitschriftenredakteur, bis seine Stelle wegrationalisiert und er ausgerechnet von einer Frau gekündigt worden ist. Gy ist als Polizist der einzige in der Bande mit einer festen Anstellung und geregeltem Einkommen. Er steckt in einem niemals endenden Kampf mit seiner zahlungsunwilligen Krankenkasse. Es gibt nur eines, von dem er felsenfest überzeugt ist: seinen Qualitäten als Liebhaber. Olli, stolzer Besitzer eines Ladens, den er etwas übertrieben als „Feinkostladen“ bezeichnet, ist mit seiner Körperfülle sein bestes Werbeinstrument. Der Laden liegt abgelegen und zieht kaum Kundschaft an, so dass er selbst sein bester Kunde bleibt. In das Ensemble fügt sich Lasse als der jüngste und unerfahrenste ein. Er lässt sich noch immer von seiner Mutter umsorgen und hat in Sachen Liebe noch nicht den ersten Schritt gewagt. Er ist die männliche Jungfrau des Quintetts, was ihn jedoch nicht davor zurückschrecken lässt, seine Liebesdienste, von denen er selbst noch nicht den Hauch einer Ahnung hat, an die Frau bringen zu wollen. Giselherr dagegen, fast 50 Jahre alt, arbeits- und perspektivlos, möchte Frauen lediglich bis in die Oper begleiten. In seinen Glanzzeiten hat er als Manager gutes Geld verdient.

Der Tag, an dem Frank auf dem Arbeitsamt von einer Frau per Zettelchen ein unmoralisches Angebot bekommt, ist die Geburtsstunde der Geschäftsidee. Warum sollte man sich seine Qualitäten als Mann nicht einfach bezahlen lassen. Die Begeisterung der Freunde ist schnell gewonnen und der Unternehmenssitz noch schneller gefunden: Ollis verwaister Feinkostladen. Dort geht auch die Gründerminute der Firma „Deutsche Feinkost zum Anfassen“ in die Geschichte ein. Ein Escort-Service für Frauen.

Das Marketing für die Idee beschränkt sich klassisch auf eine Internetpräsenz und ein paar Flyer. Das Konzept: Ein paar Sekunden Glück für Frauen, sollen den Männern aus ihren finanziellen und persönlichen Schwierigkeiten helfen.

Die Schulungen für ihre neue Firma nehmen sie selbst in die Hand: ein wenig Fitness und statt Businessplänen und Finanzierungsmodellen lesen sie das Kamasutra. Dabei kommt es zu vielen amüsanten Übungen, wie beispielsweise das korrekte Öffnen eines BHs oder die Erlangung grundlegender Fertigkeiten beim Überziehen von Kondomen. Natürlich kommt es am Ende ein bisschen anders als geplant, aber die Jungs und ihre Dienste werden von der Damenwelt tatsächlich in Anspruch genommen.