Interaktives Whiteboard

Das Whiteboard, welches auch Weißwandtafel oder weiße Tafel genannt wird, ist eigentlich nichts weiter als eine Weiterentwicklung der mit Kreide beschreibbaren Schultafel.

Funktionsweise und Aufbau

Diese weiße Tafel besitzt eine glatte, spezielle Oberfläche die meistens aus weißem Kunststoff besteht. Es gibt aber auch Tafeln, die mit einem weiß emaillierten Metallblech überzogen sind. Auf diesen Tafeln kann dann mit speziellen Filzstiften geschrieben werden. Die „Board-Marker“ sind im Schreibwarenhandel in verschiedenen Linienstärken und Farben zu erhalten. Um die Tafel leicht wieder abzuwischen, benutzt man hierzu ein Papiertaschentuch oder einen trockenen Schwamm. Auf den Tafeln, die mit Metall ausgerüstet sind, kann man zusätzlich auch noch Magnete anbringen.

Diese Whiteboards gibt es in verschiedenen Ausführungen. Zum Beispiel gibt es Großtafeln mit Seitenflügeln zum Aufklappen oder Hubtafeln, die höhenverstellbar sind. Des Weiteren sind auch bewegliche Whiteboards, die sich auf Rollen befinden, erhältlich.

Das digitale Whiteboard

Das interaktive Whiteboard wird hier eher „digitales Whiteboard“ genannt. Diese elektronische Tafel kann man beispielsweise an einen Computer anschließen und das Bild wird in der Regel von einem Beamer übertragen. Nun stellt dieses interaktive Whiteboard über spezielle Sensoren ein Koordinatensystem dar. Dieses Koordinatensystem ermöglicht es, alle Funktionen des Computers für alle sichtbar einzusetzen. Im Prinzip nichts weiter als ein Bildschirm. Der Computer kann, je nach Modell, entweder per Fingerdruck oder mit einem batterie- und kabellosen Stift gesteuert werden. Die Menüs auf dem Whiteboard werden hingegen wie mit einer Maus bedient. Diese schreibt man entweder mit dem bloßen Finger oder mit einem Stift. Über jedes Bild, welches von dem Computer auf dem Whiteboard angezeigt wird, lassen sich zusätzliche, handschriftliche Ergänzungen legen. Außerdem gibt es eine bestimmte Software, die die Möglichkeit bietet, Ebenen, Anmerkungen etc hinzuzufügen.

Im Klassenzimmer sind diese interaktiven Whiteboards am meisten verbreitet. Laut einer Studie sind in britischen Schulen ca. 500.000 und an deutschen Schulen ca. 26.000 Whiteboards im Einsatz. Dass heißt, dass an mehr als 60 % der Schulen diese interaktiven Whiteboards im Unterricht genutzt werden.

Die Lehrer, die die digitalen Whiteboards nutzen, schätzen den Einsatz dieser elektronischen Tafeln. Gerade deshalb, weil sich das Tafelbild speichern lässt und ganz einfach in einer späteren Unterrichtsstunde wiederverwendet werden kann. Außerdem können hier auch verschiedene Medien dynamisch eingebunden werden, ohne dass dazu ein neues Gerät notwendig wäre. So können also Arbeitsblätter unter einen Visualizer gelegt werden und Notizen mit einem digitalen Whiteboard hinzugefügt werden. Trotzdem sehen einige Autoren dieses digitale Whiteboard auch als Nachteil, denn es könnte zu einem übermäßig starken lehrerzentrierten Unterricht führen. Weitere Nachteile können hier auch die hohen Kosten einer Erstausstattung und das regelmäßige Tauschen der Beamerlampen sein.

Zusätzlich vertreiben viele Hersteller mit ihren interaktiven Whiteboards auch eine Lernplattform. Diese soll es ermöglichen, das Einbinden unterschiedlicher Elemente, den Tafelanschrieb sowie den Datenaustausch mit Schülern zu unterstützen.

This entry was posted on Freitag, November 4th, 2011 at 11:08 am and is filed under Einkaufen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.